Im Rahmen des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement in Baden-Württemberg können mit Unterstützung der Landesstiftung Baden-Württemberg den Mitgliedern der drei kommunalen Netzwerke (Landkreisnetzwerk, StädteNetzWerk, Gemeindenetzwerk) daher bei besonderem Bedarf Wissenstransferbausteine angeboten werden, um die lokale und kommunale Entwicklung von Engagement unterstützenden Strukturen und Prozessen mit gezielten Impulsen zu initiieren oder zu bereichern (Kommunale Entwicklungsbausteine). Dabei geht es insbesondere darum, die lokale oder kommunale Weiterentwicklung des Bürgerschaftlichen Engagements vor Ort durch Expertise aus dem Landesnetzwerk zu unterstützen.

Die Antragstellung erfolgt durch die Kommune. Möglich ist aber auch eine AntragsteIlung durch Vereine oder sonstige Institutionen, sofern eine Kooperation mit der jeweiligen Kommune erfolgt. Unterstützt werden zum Beispiel Lokale Dialoge, Seminare, Fachtreffen zur Klärung von Fachfragen und spezifischen Problemstellungen, Workshops, Zukunftswerkstätten usw.

Im Antrag soll die kommunale Entwicklungsperspektive aufgezeigt werden, d.h. Kurzbeschreibung von Ausgangssituation, Anliegen, Mittel/Methode und Ziel.

Wichtig ist ein Eigenbeitrag der Kommune, die Anbindung an bestehende oder geplante Strukturen, die Einbeziehung von mindestens zwei Zielgruppen (z.B. Bürgerinnen/Bürger, Mandatsträgerinnen/Mandatsträger).

Die inhaltliche und konzeptionelle Vorklärung der Kommunalen Entwicklungsbausteine geschieht durch die Fachberaterinnen und Fachberater des Landkreis-, Städte-, oder Gemeindenetzwerkes, Unterstützung bietet die Vernetzungsstelle BE beim Landratsamt an. Die Entscheidung über die Förderung des Kommunalen Entwicklungsbausteines erfolgt durch die Stabsstelle Bürgerengagement im Sozialministerium.

Die Bezuschussung eines kommunalen Entwicklungsbausteins ist bis zu 1.500, -Euro je Maßnahme möglich. Diese Mittel sollen den Einsatz von Beraterinnen und/oder Beratern bzw. Übernahme von Kosten für externe Beratung ermöglichen. Investitionskosten können nicht bezuschusst werden.

Nach Durchführung des Kommunalen Entwicklungsbausteins erfolgt eine Auswertung und Rückkoppelung in das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement. Dabei sollen insbesondere die Ergebnisse protokolliert, eine Einschätzung der derzeitigen Situation dargelegt und Perspektiven aufgezeigt werden.