Gisela Büttner bleibt engagiert
Alles zu ihrem Ehrenamt in unserer Hintergrundgeschichte
Gisela Büttner, 69 Jahre und seit 2004 im Tierheim Offenburg als Gassigeherin aktiv
Sie hat schon viele Rassen betreut, doch besonders sind ihr die sogenannten „Kampfhunde“ Staffordshire ans Herz gewachsen. Leider seien diese Hunde oftmals in den falschen Händen. Wenn die Hunde dann im Tierheim abgegeben werden, hat sie sich in der Vergangenheit liebevoll um sie gekümmert. Sie gibt ihnen genügend Zeit, erneut Vertrauen zum Menschen aufzubauen. Das sei ihr größter Lohn, erzählt Frau Büttner.
Ihre starke Liebe zu Tieren, speziell Hunden, war schon immer in ihr ausgeprägt. Nur hat es aus finanziellen Gründen nie mit einer Anschaffung geklappt. Ein Ehrenamt im Tierheim war daher ein beiderseitiger Vorteil.
Es hat von Anfang an gepasst und sie geht jeden Tag mit den Hunden spazieren. Freimütig gibt sie zu, dass sie es am Anfang nur für sich selbst gemacht habe. Mit der Zeit veränderte sich ihre Einstellung aber immer mehr. „Zuerst ging es nur um mich, aber mit der Zeit ist das Wohl des Hundes in den Vordergrund gerückt.“
Inzwischen gilt sie als erfahrene Gassigeherin für die schweren Fälle. Einmal, berichtet sie, hatte sie einen Hund, der sie drei Wochen beim Spazieren mehr oder weniger ignoriert hat. Plötzlich und vollkommen unerwartet, hat sich der Hund auf den Rücken gewälzt und wollte am Bauch gestreichelt werden. Ein absoluter Vertrauensbeweis des Hundes.
Natürlich gab es auch Tränen des Abschieds, aber auch des Glücks, wenn die Hunde eine neue Heimat gefunden hatten. Auch in den Tod hat sie schon manchen Hund begleitet und das Pfötchen gehalten. Das war schwer, aber man sei es ihnen doch auch schuldig, erzählt Frau Büttner. Solange sie noch laufen kann, wird sie es weiterhin tun. Wichtig ist ihr vor allem auch die Wertschätzung für die Mitarbeiter im Tierheim. Ihre Arbeit sei unbezahlbar.